Tag: Oberlausitz

Landtag lehnt Petition für „Kulturraum Oberlausitz“ als neuen Namen ab – wichtige Diskussion weiterführen!

Auf seiner gestrigen Sitzung beschloss der Landtag in einer Sammelvorlage, der Petition zur Umbenennung des Kulturraumes Oberlausitz-Niederschlesien in Kulturraum Oberlausitz nicht beizutreten. Somit bleibt es bis auf weiteres bei der historisch nicht korrekten Benennung. Mirko Schultze, Oberlausitzer Mitglied der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag, erklärt dazu:

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass Zuständigkeiten, Mehrheitsverhältnisse und die Benennung im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens zum Kulturraumgesetz eine Umbenennung auf Grundlage dieser Petition nicht ermöglichte. Fakt ist aber auch, dass der historische Bezug auf das Markgraftum Oberlausitz und die historischen Bezeichnungen zu Zeiten, als die Oberlausitz tatsächlich im Vergleich zu ihrer langen Geschichte kurzzeitig schlesisch verwaltet wurde, es auch heute  als angemessen erscheinen lassen, die Oberlausitz ohne schlesischen Zusatz zu benennen.

Die Existenz der heutigen Woiwodschaft Niederschlesien, welche den historisch und aktuellen räumlichen Zusammenhang zu Schlesien korrekt wiedergibt, und der daraus erwachsene Respekt vor der Integrität der Republik Polen verpflichten uns de facto zum Verzicht auf einen Zusatz Schlesien bei der Benennung von Oberlausitzer Institutionen. Verschärft wird diese Sichtweise noch dadurch, dass, wie es aus der Begründung des Fachausschusses zur Ablehnung der Petition erkenntlich wird, falsche, politisch motivierte Bezeichnungen sich selbst als Beweis genügen. So wird behauptet, der Name Niederschlesien sei eingeführt und üblich, weil Zweckverbände wie Sparkassenzweckverband oder Verkehrsverbund schließlich ebenso heißen. Dies wäre ja so, als ob das Deutsche Reich bis 1990 deswegen existierte, weil die Bahngesellschaft der DDR „Deutsche Reichsbahn“ hieß. Falsche oder historisch unkorrekte Benennungen sind nun mal keine Beweise.

Die Linke in der Oberlausitz dankt dem Petenten für sein Engagement und wird die Diskussion weiterführen. Für uns ist nicht nur mit Blick auf die Geschichte eine Korrektur, sondern ein Diskurs wichtig, der auch Bezug auf die europäische Entwicklung nimmt. Wer starke Regionen in einem starken Europa will, muss diese auch korrekt benennen. Politisch motivierte und in Rücksicht auf Rückabwicklungswünsche vorgenommene Benennungen sind dazu das am wenigsten geeignete Mittel.

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Holen wir die Kulturhauptstadt Europas ins 3-Länder Eck

Am Freitag erklärte der Zittauer Oberbürgermeister Zencker gemeinsam mit einer Vertreterin des Tourismusverbandes Sachsen, am Rande des „Historic Mobil“ Festivals im Naturpark Zittauer Gebirge, dass Zittau sich um die Austragung der Kulturhauptstadt Europas bewerben will. Damit bestätigte er den Vorstoß, welchen er gegenüber dem Ministerpräsidenten wenige Tage zuvor unternommen hat.

Mirko Schultze, Abgeordneter des sächsischen Landtags und Görlitzer Kommunalpolitiker zeigte sich davon sehr positiv überrascht: „Ich freue mich darüber, dass sich Zittau ins Gespräch bringt, um sich für die Kulturhauptstadt Europas zu bewerben. Es ist ein gutes Zeichen für die Oberlausitz und die Europaregion, dass nach der Bewerbung für die Kulturhauptstadt Europas aus Görlitz für das Jahr 2010 sich nun die nächste oberlausitzer Stadt bewirbt.

Diese Bewerbung wäre ein immenser Schub für die gesamte Oberlausitz, in Görlitz hat sich damals gezeigt, was für ein kreativer Aufbruch alleine schon durch die Bewerbung entsteht. Zittau und die Oberlausitz können von einer Bewerbung und einer hoffentlich für uns erfolgreichen Auswahl nur profitieren, im touristischen Sinne aufgrund des steigenden Bekanntheitsgrades und bei der kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung, durch zukunftsorientierte Investitionen.“
Gerade aus den Erfahrungen mit Diskussionen um Großveranstaltungen u.a. in Görlitz möchte Mirko Schultze aber auch anmerken: „Das gesamte Projekt muss jetzt von Anfang an unter Einbeziehung der Bevölkerung von Zittau und der Umgebung und der Städte und Gemeinden im Landkreis erfolgen. Nur gemeinsam kann dieses Projekt erfolgreich sein. Packen wir es an, holen wir die Kultur Europas ins Dreiländereck und machen Zittau zur Hauptstadt Europas.

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Unbehinderte Oberlausitz – Nichts ist unmöglich

Unter diesem Titel lädt am 15.04.2015 um 18:30 Uhr der Landtagsabgeordnete, Kreisrat und Stadtrat, Mirko Schultze zu einer Diskussions- und Informationsveranstaltung in sein Bürgerbüro in der Schulstraße 8 in Görlitz ein.
Das Konzept „ Unbehinderte Oberlausitz“ bezieht sich auf alle Unterschiede zwischen Menschen in unserer Gesellschaft, die mit strukturellen Barrieren im Alltag zu kämpfen haben geistig oder körperlich behindert – ob mit Rollstuhl, Eltern mit Kinderwagen, Touristen mit Reisegepäck, SeniorInnen mit Gehstock/Rollator oder auch nur kurzzeitige Einschränkungen mit Brüchen usw., durch Arbeit, Sport oder Freizeit. Die Veranstaltung ist als Diskussionsveranstaltung über Probleme von Mobilität und Teilhabe von Menschen angelegt und setzt auf die Beteiligung von interessierten Bürgerinnen und Bürgern, die ihre Anregungen und Probleme anbringen können.
Gleichzeitig wird über die Gründung der AG Sozial – Selbstbestimmt informiert und deren Mitgründer Peter Kohlhaas wird zur Diskussion anwesend sein.


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